Fernwirkungen auf innere Organe erzielen

Organe positiv beeinflussen !

Bindegewebsmassage

 

Die Bindegewebsmassage gehört zu den Reflexzonenmassagen. Hinter dieser Technik steht die Erkenntnis, dass die Behandlung sich nicht nur auf die Haut und/oder Muskulatur konzentriert, sondern dass sich über bestimmte Nervenreizungen (Reflexe) auf Wirkung auf innere Organe erzielen lassen.

 

Die BGM behandelt hauptsächlich die Zonen entlang der Wirbelsäule, um auf die erkrankten Organe positiv Einfluss zu nehmen. Das ist möglich, weil der zwischen den Wirbeln hervortretende Nervenstrang nicht nur das entsprechende Hautsegment, sondern auch ein inneres Organ versorgt.

 

Die senkrecht zur Wirbelsäule verlaufenden Zonen sind immer einem Organ zugeordnet. Liegen körperliche Störungen vor, sind auch die entsprechenden Hautbereiche betroffen, d. H. Haut und Unterhaut (Subkutis) sind miteinander „verklebt“. Der Behandelnde versucht, durch eine besondere Massagetechnik diese Verklebungen zu lösen. Spezielle Grifftechniken üben dabei auf das Bindegewebe einen besonderen Reiz aus. Durch diese Reizung des subkutanen Bindegewebes kommt es aufgrund der „Kopplung“ von Hautzone und Nerv zu einer Beeinflussung des vegetativen Nervensystems und damit indirekt (reflektorisch) zur positiven Beeinflussung der Organe und ihrer Funktionen.

 

Die Bindegewebsmassage wurde von der deutschen Krankengymnastin Elisabeth Dicke entwickelt. Sie litt 1929 an Durchblutungsstörungen im rechten Bein und musste mit einer Amputation rechnen. Außerdem hatte sie, bedingt durch das lange Liegen, starke Rückenschmerzen.

 

In ihrer Not massierte sie sich selbst und konnte dadurch die Durchblutung des Beins fördern. Und sie fand abweichende Spannungsverhältnisse im Bereich der Haut und Unterhaut (Subkutis) sowie des peripheren Bindegewebes. Mit streichenden und ziehenden Fingerberührungen gelang es ihr, die erhöhten Spannungen im Gewebe auszugleichen. Die Schmerzen ließen nach und machten einer wohltuenden Wärme Platz. Sie entdeckte, dass die Massage verschiedener Körperzonen Einfluss auf andere Organe nimmt. Mit der Zeit fand sie immer mehr Zusammenhänge heraus. 1942 erschien ihr Buch „Massage reflektorischer Zonen im Bindegewebe bei rheumatischen und inneren Erkrankungen: Eine neue Technik.

 

Diese Massageart wurde inzwischen stetig weiterentwickelt.